Generalsekretär des Weltkirchenrats/ÖRK tritt zurück – kein Nachfolger in Sicht

Der noch amtierende Generalsekretär des Weltkirchenrates (ÖRK), Samuel Kobia (61), ein Methodist aus Kenia, hatte am 18. Februar 2008 mitgeteilt, dass er für eine zweite Amtsperiode nicht mehr zur Verfügung stehe. Er hatte 2004 das Amt des Generalsekretärs angetreten; nach seinem Rücktritt würde sein Dienst in Genf Ende des Jahres 2008 enden. Schon längere Zeit sind aus dem Weltkirchenrat Klagen zu hören, dass diesem eine überzeugende Führung fehlt; manche sprechen von „Chaos im ÖRK" und lasten dies dem Generalsekretär an.
Erhebliche Irritationen riefen Mutmaßungen darüber hervor, was Samuel Kobia denn eigentlich für einen Doktortitel führe. Dieser ist insofern dubios, weil er Samuel Kobia von einer in den USA nicht anerkannten Universität im Staat Louisiana zuerkannt worden sein soll.
Alle Bemühungen eines sog. „Findungsausschusses", einen Nachfolger zu finden, sind bisher ergebnislos geblieben. An der Sitzung des „Exekutivausschusses" des Weltkirchenrates vom 23. bis 26. September 2008 wurde die Frage der Nachfolge von Samuel Kobia beraten und beschlossen, diesen zu bitten, bis zur nächsten Tagung des Zentralausschusses des Weltkirchenrates (26. August bis 2. September 2009 in Genf) das Amt des Generalsekretärs weiterzuführen. Bis dahin hofft man, dass der „Findungsausschuss" einen Nachfolger benennen kann. Samuel Kobia hat einer solchen Vertragsverlängerung zugestimmt.

 

www.wcc.org, 26. September 2008 - G.S.

Drucken

 

g2w facebook logo   g2w twitter logo