Ukraine: Kiewer Patriarch Filaret offen für Gemeinschaft mit Unierten

Der von der Weltorthodoxie nicht anerkannte Kiewer Patriarch Filaret (Denisenko) der Ukrainischen Orthodoxen Kirche–Kiewer Patriarchat schließt nach einem Bericht des griechischen Kirchenportals romfea.gr eine künftige Kirchengemeinschaft mit der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche (UGKK) nicht aus.

Allerdings müssten sowohl Rom als auch Konstantinopel damit einverstanden sein. Das kommt einem Einschwenken des von Moskau exkommunizierten ukrainischen Kirchenführers auf die Vision einer gleichzeitigen Communio von Kiew mit dem Papst und dem Ökumenischen Patriarchen gleich, wie sie auch von der UGKK schon länger angestrebt wird. Mit diesem Ziel hatte diese in den 1990er Jahren zusammen mit dem Ökumenischen Patriarchat eine „Kiewer Arbeitsgruppe“ ins Leben gerufen. Ihre Revitalisierung wurde vor einiger Zeit von Boris Gudziak, dem ukrainisch-katholischen Bischof in Paris, in einem Schreiben an seinen Amtsbruder Emmanuel (Adamakis) vom Ökumenischen Patriarchat angeregt. Adamakis führte auch die jüngsten Gespräche Konstantinopels mit dem Kiewer Patriarchat. Die öffentliche Erklärung von Patriarch Filaret für die Einbeziehung der UGKK in die von ihm angestrebte autokephale, vom Patriarchat Moskau unabhängige Ukrainische Orthodoxe Kirche gibt seinen Bestrebungen ein breiteres Umfeld.

KNA-ÖKI, 30. Januar 2017.

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