Ukraine: Eparchie der UAOK strebt Vereinigung mit der UGKK an

Die Eparchie Charkov-Poltava der Ukrainischen Autokephalen Orthodoxen Kirche (UAOK) will sich mit der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche (UGKK) vereinen. Am 5. April fand in Charkov eine Eparchialsynode statt, an der 32 Delegierte – 12 Geistliche und 20 Laien – teilnahmen. Die Delegierten verfassten einen Brief an Papst Franziskus, in dem sie ihren Wunsch nach einer administrativen Einheit und vollständigen Communio mit der UGKK bestätigen. An den Gesprächen nahm auch das Oberhaupt der UGKK, Großerzbischof Svjatoslav Schevtschuk, teil. Gemeinsam mit Erzbischof Igor (Isitschenko) von der UAOK berichtete er über die Fortschritte im Vereinigungsprozess der Eparchie Charkov-Poltava mit der UGKK.
Laut Erzbischof Igor handle es sich nicht um einen Übertritt zu einer anderen Konfession, sondern „um brüderliche Beratungen über die Einrichtung der eucharistischen und administrativen Einheit zwischen zwei Kirchen“. Die UGKK verfolge seit dem Ende des 19. Jahrhunderts erfolgreich die Wiedererrichtung eines authentischen Kiewer Ritus und sei von allen lokalen christlichen Gemeinschaften der Kiewer Tradition am nächsten, so der Erzbischof. Er sei dankbar, dass die UGKK die Bitte um Beratungen seiner Eparchie, obwohl unerwartet, so verständnisvoll aufgenommen habe, und deren Bischofssynod im September 2015 eine Kommission zur Klärung dieser Frage eingerichtet habe, die noch immer aktiv sei.

www.risu.org.ua, 6. April 2017 – N. Z.

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