Ukraine: Lutherische Gemeinden der Krim jetzt Teil der russischen Kirche

Die lutherischen Gemeinden auf der Krim gehören seit dem 1. Januar zur Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELKER).

Am 7. Dezember traf das Konsistorium der ELKER die entsprechende Entscheidung auf der Basis des trilateralen „Abkommens zur Begleitung der evangelischen Gemeinden der Krim“ sowie früherer Entscheide der Synode der ELKER und des Regionalrats der evangelisch-lutherischen Gemeinden der Krim.

Das Abkommen war im März 2015 infolge der russischen Annexion der Krim in München von der ELKER, der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche der Ukraine (DELKU) und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern verabschiedet worden und stellte die lutherischen Gemeinden der Halbinsel unter die bischöfliche Aufsicht der ELKER. Zum Jahresbeginn wurde nun der Regionalrat der lutherischen Gemeinden durch den Beschluss des Konsistoriums zu einer Propstei der ELKER. Erster Propst wurde der Pastor der Gemeinden der Krim, Sergej Matjuch.

Eine Herausforderung für die lutherischen Gemeinden auf der Krim besteht vor allem in Eigentumsfragen um kirchliche Immobilien. Bereits seit mehreren Jahren versuchen die Gemeinden, historische Kirchengebäude zurückzuerhalten, sind damit momentan aber selten erfolgreich. So erhielt die Gemeinde in Evpatorija Ende 2018 vom Ministerium für Eigentums- und Landbeziehungen der Republik Krim eine Absage über die Rückgabe der historischen Kirche. Das Gebäude gehört derzeit der Armee und zerfällt, zudem gibt es Gerüchte über einen Verkauf an eine Privatperson.

www.elkras.ru – N. Z.

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