Russland: Kirill verteidigt Kommunion in der Pandemie

Der russische Patriarch Kirill hat betont, dass die Kommunion nicht Quelle einer Ansteckung mit dem Coronavirus sein könne.

Das sagte er in seiner Eröffnungsrede an der ersten Sitzung des Hl. Synods in diesem Jahr am 13. April, in der er über die Aktivitäten der Russischen Orthodoxen Kirche (ROK) während der Coronavirus-Pandemie berichtete. Zum ersten Mal trafen sich die Mitglieder des Hl. Synods wieder persönlich im Patriarchensitz im Danilov-Kloster in Moskau, nachdem die vorangegangenen Sitzungen aufgrund der Epidemie online stattgefunden hatten.

Kirill wies darauf hin, dass die Maßnahmen hinsichtlich des Kirchenbesuchs von der Leitung der ROK „rechtzeitig angenommen wurden, und das hat die sich abzeichnende Tendenz, – wie so oft – die Kirche zu beschuldigen, sie sei die Quelle der sich ausbreitenden Infektion, verhindert“. Aber „auf keinen Fall“ werde an der heilenden Kraft der Kommunion gezweifelt, die von der üblichen Kirchenpraxis bewiesen werde. Nach der Liturgie konsumierten die Diakone die Reste der Kommunion aus dem gemeinsamen Kelch, und keiner von ihnen sei erkrankt. Wenn keine Diakone anwesend seien, würden das die Geistlichen, auch der Patriarch selbst, tun.

Zugleich bekräftigte der Patriarch, dass die Kirche sich weiterhin bemühen solle, die nötigen Hygieneregeln streng einzuhalten und die Menschen bei der Einhaltung zu unterstützen. Kirill informierte die Mitglieder des Hl. Synods außerdem darüber, dass bis Anfang April 2021 in Russland 151 Geistliche am oder mit dem Coronavirus gestorben sind, in Belarus waren es 16. Mehr als 5 200 Geistliche seien am Virus erkrankt und inzwischen wieder genesen.

www.patriarchia.ru, 13. April 2021 – N. Z.

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