Ukraine: Religionsoberhäupter sprechen Bevölkerung zu Ostern Mut zu

In ihren Osterbotschaften haben die religiösen Oberhäupter der Ukraine angesichts der Tragödie des Kriegs die frohe Botschaft des Osterfests betont und ihre Hoffnung auf Frieden ausgedrückt.

Sie wandten sich insbesondere an alle vom Krieg Betroffene sowie an die Verteidiger des Landes. So wünschte Großerzbischof Svjatoslav (Schevtschuk) von der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche (UGKK), dass „heute jeder von uns Hoffnung auf eine lichte Zukunft in Frieden und Einverständnis spürt“. Er würdigte die Leistungen und Unterstützung aller Menschen zugunsten der Ukraine und erklärte, „wir haben uns als Bienenstock erwiesen, in dem jeder im Geist spürt, was er in der Zeit der Bedrohung tun muss“.

Metropolit Epifanij (Dumenko) von Kiew, das Oberhaupt der Orthodoxen Kirche der Ukraine (OKU), wünschte allen göttlichen Segen, die anderen Menschen dienten und in diesem Sinn „gegen die Finsternis und das Böse kämpfen“. Er gratulierte allen orthodoxen Gläubigen in der Ukraine, auch denen, die sich noch nicht in eucharistischer Gemeinschaft mit der OKU befänden. Er hoffe, dass „der Krieg, dessen Hauptursache die giftige Idee der ‚Russischen Welt‘ ist, diejenigen, die noch schwanken, dazu anregt, das geistliche Joch Moskaus abzuwerfen, dem Tomos und der kanonischen Ordnung zu folgen sowie sich um den Kiewer Thron in der einigen lokalen OKU zu vereinigen“. Damit rief er zum wiederholten Mal die Gläubigen der Ukrainischen Orthodoxen Kirche (UOK), die dem Moskauer Patriarchat untersteht, dazu auf, sich seiner 2018 neu gegründeten Kirche anzuschließen, die 2019 vom Ökumenischen Patriarchen die Autokephalie erhalten hat.

Das Oberhaupt der UOK, Metropolit Onufrij (Berezovskij), erklärte in seiner Osterbotschaft, dass „der Herr uns dieses Jahr mit einer besonderen Versuchung und Schmerz besucht hat“. Die „Kräfte des Bösen haben sich über uns verdichtet“, doch „wir murren und verzagen nicht“, weil Christus mit seiner Auferstehung das Böse besiegt habe. Er wünschte allen Gesundheit, Frieden, Glück und Rettung und hoffe, dass das Licht des Lebens den Menschen die Kraft gebe, einander zu lieben.

Aus Angst vor russischen Angriffen auf Kirchen während der Osterfeiern hatte das ukrainische Kulturministerium der Bevölkerung empfohlen, die Übertragung der Liturgie online von zuhause aus zu verfolgen. Tatsächlich erfolgten nach ukrainischen Angaben in der Osternacht vom 23. auf den 24. April Angriffe in mehreren Regionen der Ukraine. Insgesamt sei die Nacht aber in vielen Regionen verhältnismäßig ruhig gewesen. (NZ)

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