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HIV-/Aidshilfe

Der Verein „Rückkehr“ ist eine der innovativsten Drogenhilfsorganisationen in Russland. Der Verein begleitet drogensüchtige HIV- und AIDS-Patienten während ihrer Behandlungszeit mit antiretroviralen Medikamenten in staatlichen medizinischen Institutionen und bietet Schulungsprogramme für das medizinische Personal an. Zu diesem Zweck hat „Rückkehr“ spezielle Trainingsmodule für die AIDS-Kliniken entwickelt, da eine entsprechende Aus- und Weiterbildung an den staatlichen Universitäten und Fachhochschulen nicht existiert. Die Schulungsprogramme für das medizinische Personal werden in den von der HIV-Epidemie am stärksten betroffenen Regionen Russlands durchgeführt.

Projektziele
Die Programme des Vereins „Rückkehr“ stehen unter der Gesamtleitung des Drogenfachmanns Dmitrij Ostrovskij. Seit 2013 besteht eine enge Kooperation mit den vier regionalen AIDS-Zentren von St. Petersburg, Jekaterinburg (Mittlerer Ural, viertgrösste Stadt Russlands), Magnitogorsk (Südural) und Barnaul (Hauptstadt der Region Altai). Hier werden durch den Verein praxisorientierte Weiterbildungstrainings durchgeführt. An den Schulungen nehmen Fachärzte für Infektiologie, Drogenärzte, Tuberkulosespezialisten, Psychologen und Sozialarbeiter teil. Jedes der AIDS-Zentren verfügt heute dank der Initiative von „Rückkehr“ über interdisziplinäre Teams, die sich regelmässig zu Themen der effizienten Betreuung von drogensüchtigen HIV-Patienten austauschen und beraten.

Sozialer Hintergrund
Drogenabhängigkeit und der rasante Anstieg der HIV-Epidemie sind enorme gesellschaftliche Probleme in Russland. Von den geschätzten 8,5 Mio. Drogenabhängigen (Heroinabhängige: 2,5 bis 3 Mio.) ist ein grosser Prozentsatz HIV-positiv. Der gemeinsame Spritzengebrauch trägt dazu bei, dass das Risiko einer HIV-Ansteckung sehr hoch ist. Laut offiziellen Angaben gibt es mittlerweile über 870.000 HIV-Infizierte, darunter 7.500 Kinder. Das Gesundheitsministerium setzt bei der Bekämpfung der HIV-Infektion allein auf die medikamentöse Behandlung. Bei uns übliche therapeutische und soziale Begleitprogramme für die Betroffenen, von denen mindestens 65% heroinabhängig sind, fehlen praktisch gänzlich.

Projektbewertung
Der Verein „Rückkehr“ leistet unverzichtbare Pionierarbeit in der Ausbildung von Fachärzten, Psychologen und Sozialarbeitern, welche drogensüchtige HIV-Patienten betreuen. Die fachliche und psychische Belastung beim behandelnden Personal an den beteiligten AIDS-Kliniken kann so reduziert werden. Umgekehrt gewinnen die Patienten durch die verbesserte Betreuung sichtlich an Eigeninitiative, die Wiedereingliederung ins soziale Umfeld gelingt mit bleibenden Erfolgen.

„Unser Ziel ist immer, eine vertrauensvolle Beziehung zwischen den Patienten und den von uns empfohlenen Ärzten aufzubauen, um so zu einer Verbesserung der Beziehung von Mensch zu Mensch beizutragen.“
Drogenfachmann Dmitrij Ostrovskij

Projektinformation auf einen Blick:pdfFlyer
Projektberichte

Ausbildung von Fachpersonal

In Russland steigt die Zahl der HIV-Infektionen dramatisch an. Die staatlichen Stellen sind oftmals nur unzureichend auf diese Entwicklung vorbereitet. Der Verein „Rückkehr“ aus St. Petersburg schult daher medizinisches Personal und Sozialarbeiter in der Betreuung von drogensüchtigen HIV- Patienten. Dmitrij Ostrovskij, der Leiter von „Rückkehr“, erläutert im Gespräch mit Regula Spalinger das Ausbildungsprogramm und dessen grundlegende Prinzipien.. Weiterlesen...

Rückkehr ins Leben

Drogensucht ist in Russland nach wie vor ein großes Problem. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Drogensüchtige auch HIV-Patienten sind. Der Verein „Rückkehr“ und der Fonds „Diakonia“ in St. Petersburg haben professionelle Betreuungs- und Rehabilitationsprogramme entwickelt und setzen sich für eine wirksame HIV-Strategie ein. Während sich „Rückkehr“ in den jüngster Zeit auf die Schulung von Ärzten und Pflegepersonal spezialisiert hat, hilft „Diakonia“ Drogenabhängigen bei dem Ausstieg aus der Sucht. Weiterlesen...

Suchthilfe in Russland

In Russland nimmt die Zahl von HIV-infizierten Menschen jährlich um 10 Prozent zu. Der Verein „Rückkehr“ kooperiert mit staatlichen Stellen und setzt den Akzent auf die Weiterbildung des für die drogensüchtigen HIV- und AIDS-Patienten zuständigen Fachpersonals. Dmitrij Ostrovskij, der Leiter von „Rückkehr“, und die Drogenfachärztin Dr. med. Pelageja Telpis, Leiterin des Petersburger Narkologischen Rehabilitationszentrums Nr. 4, sprachen mit Regula Spalinger über ihre aktuellen Projekte. Weiterlesen...