Tschukotka

Priester Leonid Zapok betreut orthodoxe Gemeinden in Tschukotka, der ärmsten und entlegensten Region Russlands an der Beringstraße. G2W unterstützt Vater Leonid seit mehreren Jahren bei seiner Arbeit. Mit seiner Gemeinde in Lavrentija in der nordöstlichsten Region von Tschukotka am Polarkreis schuf er als Propst Arbeitsplätze für ausstiegswillige Alkoholabhängige und etablierte eine Nothilfe für Hungrige in der Winterzeit. Seit Sommer 2009 tut Vater Leonid Dienst in Anadyr, der Hauptstadt der Region Tschukotka, wohin ihn der neue Bischof Nikodim (Tschibischov) als einen der erfahrensten Priester der Eparchie zurückbeordert hat. Tschukotka ist eines der ärmsten Gebiete in Russland; die soziale Not unter den einheimischen Tschuktschen und den Zugewanderten ist gross, insbesondere seit die Wirtschaftskrise des Jahres 2009 hier in aller Tragweite spürbar geworden ist. G2W unterstützt Priester Leonids Initiativen, die den Benachteiligten und besonders den vielen verwahrlosten Kindern zugute kommen.

Priester Leonid Zapok enfaltet in der ihm anvertrauten Region eine beeindruckende Tätigkeit. Für einen Priester ist es eine grosse und schwierige Herausforderung, in der entlegenen und armen Region Tschukotka zu arbeiten. Die weit voneinander entfernten Ortschaften leben isoliert in der unwegsamen Tundra. Es gibt keine Straßen, außer einigen unbefestigten lokalen Pisten, die jedoch auch nicht das ganze Jahr über befahrbar sind. Für die Hilfe ist Vater Leonid sehr dankbar. Er schreibt: "Ich freue mich sehr, dass es Gönner gibt, die unser Tschukotka, unsere Kirche und unsere Kinder nicht vergessen. Ganz herzlichen Dank! Am Ostersonntag veranstalteten wir eine Feier für die Kinder. Danach besuchten wir, wie das schon Tradition ist, die Soldaten der Grenzgarnison und die Gefangenen in der Untersuchungshaft, um ihnen Ostereier und andere Ostergaben zu überreichen. Übrigens haben wir bereits einen Platz für die zukünftige Garage erhalten, so dass das Auto, das wir in den nächsten Wochen erhalten werden, nicht im Freien stehen muss. Wir freuen uns bereits über die Möglichkeit, unser Nachbardorf Lorino, das etwa 40 km entfernt liegt, besuchen zu können."

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