Welche Erinnerung braucht Bosnien-Herzegowina an den Krieg?

Armina Galijaš

Die Kriegsvergangenheit ist durch die Rhetorik der nationalistischen Politiker einerseits präsent, andererseits wird sie als Gesprächsthema im alltäglichen Umgang vermieden. So dominieren vor allem geschlossene ethnische Opfernarrative den Diskurs. Einen multiperspektivischen Zugang zur Vergangenheit könnten dagegen die Perspektiven unterschiedlicher Generationen oder Berufsgruppen eröffnen. Beispielhaft in dieser Hinsicht ist das „Museum der Kriegskindheit“ in Sarajevo.

Seit dem Ende des Krieges in Bosnien und Herzegowina (1992–1995) sind 25 Jahre vergangen. Um die 100 000 Menschen verloren das Leben, davon etwa 40 Prozent Zivilisten.1 Die Opfer waren Menschen, die sich gemäß der ethnozentrischen Logik der Kriegsparteien zur falschen Zeit am falschen Ort befanden. Diese Logik der „ethnischen Säuberungen“ führte nicht nur zu Vertreibungen, sondern auch zu Massentötungen, wofür Srebrenica eine Chiffre wurde (s. RGOW 9/2015, S. 12–15).2 Welches Bild des Krieges prägt heute das öffentliche Leben in dem Land? Wie erinnert man sich an den Krieg, soll man sich überhaupt erinnern und wenn ja, wie?

Heutiges Bild des Krieges im öffentlichen Leben
25 Jahre nach dem Krieg werden viele verurteilte Kriegsverbrecher als Helden gefeiert. Sie genießen nicht nur öffentliche, sondern oft auch institutionelle Unterstützung. Manche fliegen mit dem Regierungsflugzeug aus dem Gefängnis in die Heimat zurück.3 Ihre Rückkehr wird organisiert, öffentlich bejubelt und ihre Taten im Krieg gepriesen.4 Dieses Phänomen ist nicht nur in Bosnien-Herzegowina, sondern auch im benachbarten Serbien und Kroatien zu beobachten. Dazu kommt, dass viele mutmaßliche Kriegsverbrecher sich weiterhin frei bewegen und oft in unmittelbarer Nähe der damaligen Opfer oder ihrer Familienmitglieder leben.5
Unanfechtbare Fakten und Gerichtsurteile, ob von heimischen Gerichten oder vom Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) in Den Haag, werden in der Öffentlichkeit oft ignoriert. Die Politiker verbreiten in ihrem „Herrschaftsgebiet“ vor allem durch die gleichgeschalteten Medien weiterhin ihre ethnozentrische und nationalistische Propaganda. Zentral ist dabei die Behauptung eines Opferstatus der eigenen Volksgruppe und der permanenten Bedrohung durch „die andern“. Dieser Diskurs dient primär dem Machterhalt. Man erinnert nur an das, was auch politischen Mehrwert verspricht.
Selbst über die schlimmsten Verbrechen, die 1995 in Srebrenica oder 1992 in Prijedor stattfanden, herrscht kein Konsens in der Gesellschaft – weder über die Ursachen noch über den Tatablauf oder die Opfer. Diese werden auf ihre ethnische Zugehörigkeit und nackte Zahlen reduziert. So spricht man über 8 000 tote Bosniaken in Srebrenica oder über 500 nichtserbische Skelette im Massengrab Tomašica bei Prijedor, die man erst 22 Jahre nach dem Krieg entdeckte. Die Opferzahlen der anderen ethnischen Gruppen werden regelmäßig angezweifelt, Verbrechen der eigenen Seite gerechtfertigt, um die eigenen Verluste wird ein Opfermythos konstruiert.
Jugendliche, die nach dem Krieg geboren wurden, werden mit dem Thema primär über Medien oder Gespräche in der Familie konfrontiert. Die Schule unterstützt kritisches Denken nicht und meidet das Thema, wenn möglich. Der Krieg als Gesprächsthema wird allgemein gemieden. Im Alltag finden Kontakte zwischen den Volksgruppen völlig problemlos statt, Geschäfte werden abgewickelt, neue Freundschaften geschlossen und alte weiter gepflegt. Aber Gespräche über den Krieg sind grundsätzlich unwillkommen.
Die politischen Eliten und ihnen ergebene Intellektuelle und Journalisten betreiben nicht nur in Bezug auf den letzten Krieg, sondern auch mit Blick auf den Zweiten Weltkrieg einen Geschichtsrevisionismus. Er beruht nicht auf der Entdeckung neuer Quellen und Dokumente, es handelt sich vielmehr um eine „blinde Umschreibung“ der Vergangenheit.6 Wie der Südosteuropa-Historiker Holm Sundhaussen bereits vor Jahren feststellte, wurde die jugoslawische Geschichtsschreibung, die bis dahin auf dem linken Auge blind gewesen war, nun auf dem rechten Auge blind.7
Die Umschreibungen zielen nicht auf eine Aufarbeitung der Vergangenheit und Dialog, sondern auf nationale Abgrenzung und Selbstviktimisierung. Im neuen Narrativ wird oft eine Kontinuität hergestellt, nach dem Prinzip: damals Opfer, immer Opfer. Die Diskurse beziehen sich auf einige wenige Ereignisse, sind hermetisch geschlossen gegen Einwände und an Differenzierungen nicht interessiert. So sprechen die Serben in Bosnien-Herzegowina am häufigsten über die serbischen Opfer des kroatischen KZ Jasenovac im Zweiten Weltkrieg oder den serbischen Exodus aus Kroatien 1995, während die Bosniaken über Srebrenica 1995 und die Gräueltaten im Ostbosnien im Zweiten Weltkrieg reden. Es werden Kontinuitäten des Leidens hergestellt und selektiv die Verbrechen gegen die eigene Gruppe hervorgehoben.

Muss man sich erinnern?
Menschen können sich nicht an alles erinnern,8 was sie erlebt haben. Genauso, wie sie nicht alles vergessen können. Andernfalls würden sie krank. Notwendig scheint eine individuelle Balance zwischen Vergessen und Erinnern. Friedrich Nietzsche wies bereits 1874 auf dieses Paradox hin: Man kann nicht in der Vergangenheit leben, aber ebenso ist es unmöglich, die Vergangenheit los zu werden.9 Welche Art von Beziehung zur Vergangenheit ist dann wünschenswert? Der französische Philosoph Paul Ricoeur findet die Lösung für dieses Problem im richtigen Maß zwischen Vergessen und Erinnern.10 Nur: Was ist eigentlich Erinnerung? Es ist die Bedeutung, die wir der Vergangenheit für die Gegenwart geben. Erinnerung ist also ein Prozess der Re-Konstruktion, nicht völlig der Willkür anheimgestellt, aber doch ein deutender, sinngebender Akt. Ricoeur behauptet nun, was in unserem Zusammenhang interessant sein könnte, dass selbstzerstörerische Gedanken an erlebte Demütigung und erfahrenes Unrecht eine Ursache für weitere Konflikte sein können. Er betont aber auch, dass sowohl beim Erinnern als auch beim Vergessen ein Missbrauch möglich ist, indem man bestimmte Tatsachen ausblendet.11
Bevor ich zur Situation in Bosnien-Herzegowina zurückkomme, sei nochmals Nietzsche zitiert, laut dem es möglich sei, sich von der Vergangenheit zu befreien, indem man aus ihr Erinnerung macht. Ein Lösungsansatz könnte lauten: Man soll versuchen, das richtige Maß zwischen Vergessen und Erinnern zu finden, um sich aus der „Gefangenschaft“ der Vergangenheit zu „befreien“. Das bedeutet, aus der Vergangenheit eine Form der Erinnerung zu machen, welche sich nicht – wie das heute der Fall ist – als Last auf die Gegenwart legt und Schritte in die Zukunft erschwert. Wie kann die bosnisch-herzegowinische Gesellschaft mit ihren unterschiedlichen, sich wechselseitig ausschließenden Erinnerungen das richtige Maß zwischen Vergessen und Erinnern finden?

Notwendiger Konsens über die Vergangenheit?
Inwieweit ist es für eine Gesellschaft notwendig, sich an Ereignisse gemeinsam zu erinnern, bzw. ein gleiches Gedächtnis zu haben?12 Was passiert mit einer Gesellschaft, die so etwas nicht hat? Es ist offensichtlich, dass es in absehbarer Zukunft keinen Konsens über den Krieg in Bosnien-Herzegowina geben wird. Aber müssen die Erinnerungen in einer Gesellschaft wirklich im Einklang sein?
Wir können es auch von dieser Seite betrachten: Eine Gesellschaft, in der völliger Konsens über die Vergangenheit besteht, ist eine autoritäre Gesellschaft. Völlige Einigkeit legt nahe, dass eine kollektive Erinnerung auferlegt wurde. Viele Beispiele aus totalitären und undemokratischen Gesellschaften bezeugen solche Versuche. Diese Erfahrung hat auch die bosnische Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg gemacht, als ihr eine offizielle Erzählung auferlegt wurde und es nur eine einzige akzeptierte Version der Geschichte in der Öffentlichkeit gab. Die damalige politische Elite erlaubte nur die Erinnerungen an den gerechten Partisanenkampf, als Ausdruck der Brüderlichkeit und Einheit aller jugoslawischen Völker. Interethnische Verbrechen waren ein Tabuthema, und der Diskurs drehte sich hauptsächlich um den antifaschistischen Kampf. Auch wenn im offiziellen Erinnern nur eine Version der Geschichte existierte, wurden im privaten Raum abweichende Erinnerungen weiterhin gepflegt. Dies trug nicht zur Aufarbeitung der Vergangenheit bei. Ganz im Gegenteil dienten diese privaten Erinnerungen oft als Rechtfertigung für neue Verbrechen, die im Krieg 1992–1995 verübt wurden. Die auferlegten Erinnerungen funktionieren nur so lange, wie die Staaten existieren, die sie ihren Bürgern auferlegen. Mit dem Zusammenbruch des Staates brechen auch sie zusammen und alternative Deutungen nehmen ihren Platz ein.
Auch gesetzliche Bestimmungen und Beschränkungen sind nicht der beste Weg, um Einstellungen zur Vergangenheit zu regulieren. Denn staatlich gesetzte Narrative behindern oft den Dialog über die Vergangenheit. Man sollte daher andere Wege finden, mit der unerwünschten Vergangenheit umgehen zu können, anstatt bestimmte Narrative zu verordnen und zu bestimmen, woran man sich zu erinnern hat und was zu vergessen sei.
Heute pflegen die bosnisch-herzegowinischen Politiker mit Blick auf den Krieg einen Diskurs, der fast ausschließlich die damalige Feindschaft der ethnischen Gruppen in Erinnerungen ruft. Die zahlreichen Beispiele von interethnischer Unterstützung und Zusammenhalt werden dagegen völlig ausgeblendet. Weiterhin dominieren viele Tabus den Diskurs, aber im Unterschied zu der Zeit nach 1945 existiert eine Vielfalt der Erinnerung, die sich längerfristig als vorteilhaft für Bosnien-Herzegowina erweisen könnte. In diesem Sinne ist der Dissens über die jüngste Vergangenheit für die Meinungsfreiheit und für die Demokratie viel wichtiger, als es ein offizielles gemeinsames Narrativ wäre. Denn so wird die Gefahr eines Missbrauchs beim Erinnern bzw. dem Vergessen vermindert – und zwar deshalb, weil die „anderen“ nicht zulassen, dass bestimmte Tatsachen systematisch ausgeblendet werden. Obwohl es keinen offenen Dialog über den Krieg gibt, bedeutet das nicht, dass man die Geschichten der anderen nicht hört. Die bosnische-herzegowinische Gesellschaft von 2020 ist von einem Konsens über die Kriegsvergangenheit weit entfernt, aber man sollte sich als Ziel eher die Ermöglichung eines Dialoges setzen, als einen Konsens anzustreben.
So gilt es Diskussionen zu ermöglichen und Raum zu schaffen für das Hinterfragen der dominierenden Narrative. Die Erinnerungskultur soll die Menschen dazu veranlassen, eigene Gewissheiten zu erschüttern, Kenntnisse zu erweitern und andere Perspektiven nachvollziehbar zu machen. Dies erfordert die Bereitschaft zu Diskussionen und Debatten sowie eine gewisse Anstrengung. Mehr nicht, denn ein gemeinsames Gedächtnis ist für das Funktionieren einer Gesellschaft oder eines Staates nicht zwingend. Durch den Dialog sollte ein Maß an Erinnerung angestrebt werden, das Gerechtigkeit über Selbstgerechtigkeit stellt und bei dem die eigenen Erinnerungen andere nicht verletzen.

Wie könnte man sich erinnern?
Wie können gegenseitig sich ausschließende Einstellungen friedlich koexistieren? Lassen sich „Elemente“ finden, die den Konflikt der Gegensätze beruhigen und Ambivalenzen aushaltbar machen? In Bosnien-Herzegowina gibt es dafür ein Beispiel, das einen möglichen Weg aufzeigt: das Museum der Kriegskindheit (Muzej ratnog djetinjstva) in Sarajevo.13 Alle Gegenstände, Dokumente, Fotografien, Briefe, aber auch Audio- und Video-Aufnahmen im Museum berichten von Kindern, die im Krieg aufgewachsen sind. Das Museum sammelt und vereint alle Stimmen, unabhängig von der geografischen Region, dem ethnischen oder religiösen Hintergrund oder dem Bildungsniveau. Die im Staat dominante ethnische Perspektive auf den Krieg wird im Museum mit einer anderen kollektiven Perspektive getauscht: jener der Kinder im Krieg. Die klare Absage an den ethnischen Zugang öffnet eine Plattform, auf der sich jeder Besucher auf persönlicher Ebene mit der Vergangenheit auseinandersetzen kann. In diesem Museum wird klar, dass die ethnischen Kategorien das menschliche Verhalten nicht bestimmen.
In der Ausstellung sind viele Wahrheiten über die Kriegsvergangenheit zu finden. Sie zeigt, dass Erinnerungen nicht nur auf der eigenen Vergangenheit, sondern auch auf jener von anderen beruhen können. Durch den Austausch vieler gelebter Erfahrungen kann ein besseres Verständnis über die Komplexität der Kriegsereignisse entstehen. Die Distanzierung von den Mythen sowie Verständnis und Einfühlungsvermögen schaffen einen Raum für koexistierende Wahrheiten. Ein gutes Beispiel dafür ist das Jugendzentrum „Kvart“ aus Prijedor.14 2013 hat sich Goran Zarić von „Kvart“ mit anderen serbischen Aktivisten dem Gedenken bosniakischer Kriegsopfer angeschlossen. Auch die Schwachen, Marginalisierten, Armen und Unterdrückten müssen eine Stimme bekommen, da ihre Vergangenheit ansonsten ungehört bliebe. Sie haben Anspruch und Recht ihre Geschichte zu erzählen. Die Tatsache, dass die Serben im letzten Krieg zahlreiche Verbrechen in Prijedor und Umgebung an Bosniaken verübt haben, ändert nicht die Tatsache, dass Serben aus diesem Gebiet im Zweiten Weltkrieg die meisten Opfer von Kriegsverbrechen zu beklagen hatten. Diese Wahrheiten müssen nebeneinander existieren und allen bekannt sein. Dies könnte eine „gerechtere Form der Erinnerung“ begründen, die auf Mythenbildung und Tabus verzichtet und daher auch politisch weniger missbraucht werden kann. Auf diese Weise wäre es möglich, jenes Maß zu finden, das von der Vergangenheit als Last befreit.
Ein Perspektivenwechsel weg von der Ethnie ist möglich, wie das Museum der Kriegskindheit zeigt. Die Kinderperspektive ist dabei nur eine von vielen, welche die Vergangenheit in einem neuen Licht erscheinen lässt. Arbeiter, Frauen, Ärzte, Künstler, Menschen aus einem Dorf oder einer Stadt haben ihre spezifischen und gemeinsamen Geschichten, die erzählt und gehört werden sollten, und zwar nicht nur im privaten Kreis oder in der Familie. Ein neuer, differenzierterer Blick auf den Krieg, der unterhalb der ethnischen Gruppenzugehörigkeit eine Vielfalt unterschiedlicher Erfahrungen umfasst, unterläuft den nationalistischen Diskurs der politischen Eliten, dem es letztlich nur um Machterhalt geht.

Anmerkungen
1) Garbett, Clair: The Legal Representation of the Civilian and Military Casualties of Contemporary Conflicts: Unlawful Victimisation, its Victims and their Visibility at the ICTY. In: The International Journal of Human Rights 16 (2012), S. 1059–1077. Die Zahl der Kriegsopfer in Bosnien-Herzegowina nach ethnischer Zugehörigkeit (Mindestverhältnisse) stellt sich nach Jan Zwierzchowski und Ewa Tabeau wie folgt dar: Bosniaken (bosnische Muslime) 57 992 (3,1 % der Gesamtbevčlkerung von 1991), Serben 19 398 (1,4 %), Kroaten 7 543 (1,0 %), Andere 4 253 (1,2 %). Vgl. Zwierzchowski, Jan; Tabeau, Ewa: The 1992–95 War in Bosnia and Herzegovina: Census-Based Multiple System Estimation of Casualties’ Undercount, https://www.diw.de/documents/dokumentenarchiv/17/diw_01.c.350596.de/tabeau_%20conflict_gecc.pdf.
2) Die bosnisch-serbischen Truppen töten im Juli 1995 in der Gegend um Srebrenica in nur wenigen Tagen über 8 000 Menschen, was der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien als Genozid qualifiziert hat, https://www.icty.org/en/outreach/documentaries/srebrenica-genocide-no-room-for-denial; Trial Judgement Summary for Ratko Mladić, 22 November 2017, https://www.icty.org/x/cases/mladic/tjug/en/171122-summary-en.pdf.
3) Glorifikacija zločinaca i neprihvatanje pravde, 27. Oktober 2009, https://www.slobodnaevropa.org/a/1862538.html.
4) Ratni zločinac Krajišnik na Palama dočekan euforično, najavio zahtjev za reviziju, 30. August 2013, https://www.slobodnaevropa.org/a/krajisnik-izlazi-iz-zatvora-nakon-dvije-treine-odluene-kazne/25089001.html; Doček ratnog zločinca Kordića: Omalovažavanje žrtava, 29. Juni 2014, https://www.slobodnaevropa.org/a/25439381.html; Povratak osuđenih za ratne zločine u BiH: Dok je nacionalizma biće i dočeka, 30. August 2013, https://www.slobodnaevropa.org/a/povratak-osudjenih-za-ratne-zlocine-dok-je-nacionalizma-bice-doceka/25091044.html.
5) Hodžić, Refik: Pismo iz Prjedora. 15. April 2020, https://remarker.media/suocavanje/pismo-iz-prijedora/.
6) Đureinović, Jelena: The Politics of Memory of the Second World War in Contemporary Serbia. Collaboration, Resistance and Retribution. London – New York 2019.
7) Sundhaussen, Holm: Geschichte Serbiens. 19.–21. Jahrhundert. Wien u. a. 2007, S. 383, 389.
8) Sogar heutzutage im Zeitalter moderner Datenverarbeitung ist klar, dass kein Archiv groß genug wäre, um alle verfügbaren Informationen zu speichern.
9) Nietzsche, Friedrich: Unzeitgemäße Betrachtung. Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben. (erste Ausgabe 1874). Frankfurt/M. 1981.
10) Ricoeur, Paul: Gedächtnis, Geschichte, Vergessen. Paderborn 2004.
11) Orth, Stefan: Rätselhaftes Gedächtnis. Paul Ricoeurs Thesen zu Erinnern und Vergessen. In: Herder Korrespondenz 55, 2 (2001), S. 80–85.
12) Vgl. Assmann, Jan: Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen. München 1999, S. 34–48.
13) War Childhood Museum, Sarajevo, https://warchildhood.org/; Vgl. Auch. Banjeglav, Tamara: Exhibiting Memories of a Besieged City. The (Uncertain) Role of Museums in Constructing Public Memory of the 1992–1995 Siege of Sarajevo. In: Südosteuropa 67, 1 (2019), S. 1–23.
14) https://centarzamladekvartprijedor.blogspot.com; Hodžić, Pismo iz Prjedora (Anm. 5).

Armina Galijaš, Dr. phil., Assistenzprofessorin am Zentrum für Südosteuropastudien der Universität Graz.

pdfRGOW 10/2020, S. 16-18

Bild: Armina Galijaš
Legende: Im Museum der Kriegskindheit in Sarajevo.