Durchbrochenes Schweigen: #MeToo in Serbien

Natalija Zenger

Vergewaltigungsvorwürfe gegen einen renommierten Schauspiellehrer und Regisseur haben 2021 auch in Serbien eine #MeToo-Bewegung ausgelöst. Das Schweigen über die in der Region verbreitete, aber tabuisierte sexuelle Gewalt scheint gebrochen. Dennoch sind Opfer noch immer mit zahlreichen Vorurteilen und rechtlichen Hindernissen konfrontiert.

Mit einiger Verspätung hat auch Serbien seine eigene #MeToo-Bewegung – mehr als drei Jahre nachdem sie im Oktober 2017 in den USA ihren Ausgang nahm. Als erste teilte die Schauspielerin Milena Radulović im Januar 2021 öffentlich ihre Erlebnisse und löste damit eine regelrechte Welle von Reaktionen in Serbien, aber auch in den Nachbarländern aus. In einem Interview mit der serbischen Tageszeitung Blic berichtete die damals 25-Jährige, dass sie als Minderjährige mehrfach von ihrem Schauspiellehrer vergewaltigt worden sei.1 Zusammen mit anderen Absolventinnen der renommierten privaten Schauspielschule „Herzensangelegenheit“ zeigte sie ihren ehemaligen Lehrer Miroslav „Mika“ Aleksić, den Gründer und Leiter besagter Schule sowie erfolgreichen Regisseur, an. Zahlreiche Schauspielkolleginnen und -kollegen drückten ihre Bestürzung und Unterstützung aus oder berichteten von eigenen Erfahrungen mit sexuellen Übergriffen. Seither ist das Thema auch in Serbien in den Medien und der Gesellschaft angekommen. Weshalb aber dauerte es so lange?

Sexuelle Gewalt: Tabuisiert, aber weit verbreitet
Das Thema sexuelle Gewalt sei in der Region noch immer ein großes Tabu, sagte Sanja Pavlović von der serbischen NGO Autonomes Frauenzentrum gegenüber der Deutschen Welle. Frauen schämten sich und hätten Angst, über ihre Erlebnisse zu berichten.2 Mit einem langen Schweigen eröffnete deshalb die Sprecherin der Abendnachrichten des Fernsehsenders Newsmax Adria, Jelena Obućina, zwei Tage nach dem Bekanntwerden von Radulovićs Fall ihre Sendung. Dann erklärte sie: „Es ist unangenehm, aber wir sind es gewohnt zu schweigen“ und zählte verschiedene Skandale und unhaltbare Zustände der letzten Zeit in Serbien auf. Zum Schluss sagte sie: „Wir schweigen, wenn wir es nicht dürften. Und fragt deshalb nie mehr Opfer, warum sie geschwiegen haben, dazu habt ihr nicht das Recht. Helft ihnen zu sprechen, wann auch immer sie dazu bereit sind.“ In den sozialen Netzwerken löste ihr Auftritt ein breites Echo aus, auf Twitter äußerten sich viele, aber längst nicht alle Nutzer positiv, auf Instagram erhielt der Beitrag über 100 000 Likes.3
Noch 2018 hatte Sanja Pavlović in einem Kommentar erklärt, warum die #MeToo-Bewegung bis dahin in Serbien nicht in Schwung gekommen war. Grund dafür seien die „immer lauteren Kommentare in der Öffentlichkeit, mit denen sexuelle Gewalt relativiert wird, sei es, dass der Frau, die sie überlebt hat, nicht geglaubt wird, sei es, dass ihre Erfahrung verharmlost wird und der Täter entschuldigt“. Ein Teil der Öffentlichkeit glaube den betroffenen Frauen noch immer nicht und verurteile diese aus einer voyeuristischen Position heraus. Die Frau habe demnach „mit ihrem Verhalten, Aussehen, Kleidung den Täter provoziert“, und dieser sei das eigentliche Opfer, dessen Ruf von der gelogenen oder vielleicht übertriebenen Aussage beschädigt werde. Zudem warf Pavlović dem Teil der Gesellschaft Verlogenheit vor, der die Augen vor Übergriffen in seiner Umgebung verschließe, aber von Frauen fordere, Gewalt anzuzeigen.4
Sexuelle Gewalt „ist das am wenigsten gemeldete Verbrechen wegen Vorurteilen, der Schwierigkeit sie zu beweisen, überlangen und exponierenden Verfahren sowie des ständigen Stigmas“, heißt es daher auch in einem Statement des Autonomen Frauenzentrums.5 Auslöser für den Kommentar und das Statement war ein sexueller Übergriff des Künstlers Nenad Džoni Racković auf eine Aktivistin der Initiative Ne da(vi)mo Beogard, die sich für eine nachhaltige urbane Entwicklung in Belgrad einsetzt, und die öffentliche Reaktion darauf. Auf einen anonymen Bericht auf der Facebook-Seite von Ne da(vi)mo Beograd hin hatten zahlreiche serbische Medien das Opfer verurteilt, weil es nicht bei der Polizei Anzeige erstatten wollte. Zudem gaben sie dem Täter die Möglichkeit seine – sich wandelnde – Version der Ereignisse zu schildern, er wurde in Schutz genommen und sein Verhalten mit seinem Beruf gerechtfertigt.6 Angesichts solcher Reaktionen von Medien und Öffentlichkeit erstaunt es kaum, dass Frauen zumindest zögern, Übergriffe zu melden und Täter anzuzeigen.
Umso erschreckender ist es daher, dass das Problem sexueller und anderer Gewalt an Frauen sowie sexueller Belästigung in Serbien weit verbreitet ist. So haben laut einer Studie der OSZE von 20197 42 Prozent der befragten Frauen nach ihrem 15. Lebensjahr sexuelle Belästigung erlebt. Über 20 Prozent der Befragten haben physische oder sexuelle Gewalt erfahren, während 10 Prozent der Frauen, die in einer Beziehung leben, angaben, physischer oder sexueller Gewalt durch ihren aktuellen Partner ausgesetzt zu sein. Nur wenige Vorfälle werden der Polizei gemeldet, so erstattet nur ein Viertel der Betroffenen Anzeige, bei Gewalt durch den aktuellen Partner sind es gar nur neun Prozent. Dazu passt, dass fast 30 Prozent der Serbinnen häusliche Gewalt als „private Angelegenheit“ betrachten, die in der Familie bleiben sollte. Zwei Fünftel der Befragten haben niemandem von ihrem schwerwiegendsten Gewalt- oder Belästigungserlebnis berichtet, die übrigen sprachen mit jemandem aus ihrem Freundeskreis oder der Familie, kaum mit einer Behörde oder Frauenorganisation. Scham, Angst, wirtschaftliche Abhängigkeit sowie Misstrauen gegenüber Polizei, Sozialarbeitern und Gesundheitspersonal hindern Frauen daran, sich an die entsprechenden Behörden zu wenden. Zudem tragen kulturelle Normen und Umstände zu Gewalt an Frauen und einer allgemeinen Geschlechterungleichheit bei. So halten 23 Prozent der Befragten Aussagen über Missbrauch und Vergewaltigung oft für erfunden oder übertrieben. Zudem glauben 19 Prozent, dass das Opfer oftmals die Gewalt selbst ausgelöst hat. So entsteht ein gesellschaftliches Umfeld, in dem Gewalt geduldet wird.

Rechtlicher Nachholbedarf
Auf rechtlicher Ebene hat sich Serbien 2013 mit der Ratifizierung der sog. Istanbul-Konvention des Europarats zu einem umfassenden Schutz von Frauen vor Gewalt verpflichtet. Allerdings erfüllt Serbien nicht alle Anforderungen der Konvention. So ist Vergewaltigung strafrechtlich als sexueller Akt definiert, zu dem das Opfer mit Gewalt oder der Androhung eines körperlichen Angriffs gezwungen wird. Gemäß der Istanbul-Konvention ist jedoch nicht die Gewaltanwendung oder -androhung das ausschlaggebende Kriterium, sondern das Fehlen der freiwilligen Zustimmung. Die Expertengruppe zu Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt (GREVIO) des Europarats forderte daher in ihrem Bericht zum Stand der Umsetzung der Istanbul-Konvention in Serbien von 2020, das Strafrecht schnell entsprechend anzupassen. Die Expertengruppe verweist zudem darauf, dass ein früherer Revisionsversuch aufgrund massiver negativer öffentlicher Reaktionen abgebrochen wurde. Bezüglich sexueller Belästigung und Stalking, die erst 2016 ins Strafrecht aufgenommen wurden (seit 2017 in Kraft), kritisierte die GREVIO, dass eine massive mediale Gegenreaktion die Umsetzung der neuen Strafnormen bisher behindert habe. Dies schlägt sich in tiefen Anzeigen- und noch tieferen Verurteilungszahlen sowie einem öffentlichen Misstrauen gegenüber den Gesetzesnormen nieder. Außerdem sei das Gesetz bei Beschuldigten, die ein öffentliches Amt bekleiden, nicht korrekt angewendet worden. Daher identifiziert die GREVIO den „andauernden Mangel an Verständnis für die Schwere dieser Formen von Gewalt und ihre Trivialisierung in den Medien und im öffentlichen Diskurs“ als Mitgrund für die mangelhafte Umsetzung des Rechts.8
Exemplarisch für diese Muster steht der Fall von Marija Lukić. Im März 2018 zeigte die junge Frau Milutin Jeličić, den Bürgermeister der Kleinstadt Brus in Zentralserbien, wegen sexueller Belästigung an. Während der zwei Jahre, in denen sie seine Sekretärin gewesen war, hatte er ihr anzügliche Nachrichten geschickt, sie am Arbeitsplatz begrapscht und bedrängt. Nach der Anzeige verlor Lukić ihre Stelle, und das Geschäft ihres Ehemannes wurde geschlossen. Sechs weitere Frauen aus Brus bezichtigten Jeličić ebenfalls der sexuellen Belästigung, ihre Anklagen wurden jedoch als unbegründet abgewiesen. In Lukićs Fall wurde das Verfahren schließlich im Februar 2019 eröffnet, im Sommer 2020 wurde Jeličić zu drei Monaten Haft verurteilt. Lukić hatte bei ihrer Anzeige 2018 rund 15 000 SMS-Nachrichten mit sexuellen Inhalten von Jeličić als Beweise vorgelegt, einen Teil davon veröffentlichte sie gleichzeitig auf Facebook. Jeličić bestritt, dass die Nachrichten von ihm stammten. In den sozialen Medien erhielt Marija Lukić zahlreiche Drohungen, aber auch viel Unterstützung. So entstand auf Twitter eine Solidaritätskampagne mit dem Hashtag #GerechtigkeitfürMarijaLukić, und Ne da(vi)mo Beograd begleitete sie zu den Gerichtsverhandlungen. Erfreulich ist nicht nur die Verurteilung Jeličićs, der seit 2000 in der Gemeinde Brus wichtige Posten bekleidet hatte und bis 2019 Mitglied der regierenden Serbischen Fortschrittspartei gewesen war, sondern noch viel mehr, dass er seine Haftstrafe Anfang 2021 tatsächlich vollumfänglich verbüßen musste. Unerfreulich ist hingegen eine Kundgebung zur Unterstützung Jeličićs in Brus 2019, an der 50 Frauen teilnahmen. Dabei erklärte eine der Anwesenden gegenüber Journalisten, ihr Vorgesetzter in einem öffentlichen Unternehmen habe ihr gesagt, sie solle an die Kundgebung gehen.
Einen mutmaßlich weiteren Fall sexueller Belästigung deckte die Oppositionspolitikerin Marinika Tepić im April 2021 auf: Sie beschuldigte den Vorsitzenden der Gemeindeversammlung im zentralserbischen Jagodina, Dragan Marković „Palma“, sexueller Verfehlungen. Laut einer anonymen Zeugenaussage soll Palma Partys organisiert haben, an denen minderjährige Mädchen sexuell ausgebeutet wurden. Zudem sollen Frauen aus Jagodina zur Teilnahme an besagten Partys genötigt worden sein, um eine Stelle im öffentlichen Dienst zu bekommen. Die Zeugenaussage stammt von einem angeblichen Angestellten eines Hotels im Dorf Končarevo in der Nähe von Jagodina, in dem die Partys, an denen Politiker und Geschäftsleute verkehrten, stattfanden. Marković bestritt alle Vorwürfe und verklagte Tepić wegen ihrer „Lügen“. Die Klage wurde jedoch abgewiesen. Rund 400 Frauen, die in Jagodina im öffentlichen Dienst arbeiten, klagten ebenfalls gegen Tepić, weil sie alle Frauen der Stadt „schwer beleidigt“ habe.9
Tepić, die das Video mit der Zeugenaussage an einer Pressekonferenz publik machte, beteuert, mindestens sieben weitere Augenzeugen seien zu einer Aussage bereit. Allerdings wollten sie zuerst eine Garantie der Staatsanwaltschaft, dass sie als besonders verwundbare Zeugen behandelt bzw. geschützt würden. Dabei wies sie darauf hin, dass Palma bei seinen Fernsehauftritten Zeugen und Opfern drohe. Zwar wurde ein Verfahren gegen Palma eröffnet, aber im Oktober ausgesetzt, wenn auch nicht eingestellt. Palma ist seit den 1990er Jahren in der serbischen Politik aktiv und eine dominante Figur in Jagodina, zugleich sitzt er im serbischen Parlament. Bis 2004 war er in der Partei des berüchtigten Paramilitärführers Željko Ražnatović „Arkan“, danach gründete er seine eigene Partei Vereintes Serbien. Außerhalb Jagodinas, wo Palma auch Bürgermeister war, ist diese nicht besonders einflussreich, aber sie ist Bündnispartnerin der Sozialistischen Partei, die seit 2008 Teil der Regierungskoalition ist. Der serbische Präsident Aleksandar Vučić sagte denn auch nur vage, „jemand“ werde ins Gefängnis gehen müssen. Er erklärte, mehrmals an Palmas Partys gewesen zu sein, aber nichts bemerkt zu haben. Marinika Tepić glaubt daher nicht, dass der Fall auf juristischer Ebene aufgearbeitet wird, solange die aktuelle Regierung an der Macht ist. Allerdings hält sie Palma für öffentlich diskreditiert und „gesellschaftlich tot“, bis zu seinem Lebensende würde man sich an ihn als an einen „Organisator von Pädophilie und Prostitution“ erinnern.10

Initiativen gegen sexuelle Gewalt
Wie verbreitet sexistische und frauenfeindliche Haltungen noch immer sind, zeigt sich auf regionaler Ebene auch an den kürzlich bekannt gewordenen Telegram-Gruppen, die pornographische Inhalte teilen. Die geschlossenen Gruppen in der Messenger-App Telegram tauschen intime Bilder von Frauen ohne deren Zustimmung aus und veröffentlichen teils persönliche Angaben der Betroffenen. In der größten der Gruppen sind rund 36 000 Männer aus dem Balkanraum Mitglied (s. in dieser Ausgabe S. 20–21). Die regionale Dimension und Verbreitung des Problems zeigen sich an weiteren publik gewordenen Fällen, aber auch den Initiativen von Betroffenen.
Kurz nach Radulovićs Interview gründeten vier junge Schauspielerinnen, Absolventinnen der Akademie für darstellende Künste in Sarajevo, die Facebook-Seite Nisam tražila (Ich habe nicht darum gebeten), der schon bald über 40 000 Personen folgten.11 Tausende anonyme Betroffene aus der ganzen Balkanregion berichteten von ihren eigenen Erfahrungen mit sexueller Gewalt, in privaten Gruppen wurde Hilfe angeboten. Unter #nisisama (Du bist nicht allein) sichern Frauen aus der Region, aber auch Männer und Vertreter ausländischer Botschaften in den sozialen Medien den Betroffenen Unterstützung zu. Unter dem Titel Ne znači ne (Nein heißt nein) wurde in Serbien eine Petition lanciert, mit der gefordert wird, in öffentlichen Schulen obligatorisch Informationen zum Erkennen und Umgang mit sexualisierter Gewalt zu vermitteln.12
Von institutioneller Seite kamen ebenfalls Reaktionen, so veröffentlichte die Fakultät der darstellenden Künste in Belgrad umgehend ein Statement zur Unterstützung von Milena Radulović. Sie würdigte den Mut ihrer ehemaligen Studentin und distanzierte sich von Miroslav Aleksić, dessen Schule eine private Institution sei und nichts mit der Fakultät zu tun habe. Die Fakultät bemühe sich, den Studierenden ein sicheres, unterstützendes Umfeld für ihre Ausbildung zu bieten und sehe sich verpflichtet, deren Integrität zu garantieren. Dank der „ständigen Kommunikation“ zwischen der Fakultätsleitung und der studentischen Vertretung ist erstere „sicher“, dass Studierende sich sofort bei den zuständigen Stellen melden würden, falls sie sich belästigt fühlen.13 Auch die Akademie der darstellenden Künste in Sarajevo erklärte am 20. Januar eine Null-Toleranz-Politik gegenüber jeglicher Diskriminierung und Belästigung. Sie begrüßte die Initiative ihrer Alumnae und verkündete die Schaffung einer Kommission zur Prävention sowie eines „Raums des Vertrauens“, in dem psychologische Unterstützung und Beratung angeboten wird.14 In Zagreb richtete die Akademie der darstellenden Künste im Januar eine Arbeitsgruppe und eine Meldestelle ein. Im Oktober führte sie eine Vorlesung zum Thema sexuelle Belästigung durch, die für alle neuen Studierenden obligatorisch ist. Zudem steht bis im November ein Entwurf für eine Richtlinie zur Prävention und zum Schutz vor sexueller Belästigung, Missbrauch und Diskriminierung zur Diskussion.15
Aber nützen solche Beteuerungen und Initiativen etwas, und wie nachhaltig sind sie? Das Netz akademischer Solidarität und Engagiertheit stellte dazu in seiner Studie „Untersuchung der Praktiken zur Meldung sexueller Belästigung an Fakultäten in Serbien“ 2021 fest, dass die „Mechanismen zur Erkennung von sexueller Belästigung und Forderung sexueller Gefälligkeiten sowie die Gewährleistung von Unterstützung für Opfer an den Fakultäten in Serbien zu wenig entwickelt sind“, und viele Fälle nicht gemeldet würden. Die akademische Vereinigung forderte daher die Erarbeitung und Einführung von klaren Leitfäden und Reglementen. Diese müssten von Sensibilisierungs- und Bildungsmaßnahmen unter Mitarbeitenden und Studierenden, der Schaffung eines Vertrauensverhältnisses sowie der Etablierung einer Null-Toleranz-Haltung begleitet werden, um wirklich einen Nutzen zu haben.16
Unterdessen hat Miroslav Aleksić am 28. Oktober an einer vorbereitenden Gerichtsverhandlung erklärt, er sei nicht schuldig; die Verhandlung wird am 15. November fortgesetzt. Er ist in vier Fällen der Vergewaltigung und in fünf Fällen der sexuellen Belästigung angeklagt, wobei mehrere der Straftaten längere Zeit andauerten und/oder Minderjährige betrafen. Er wurde im September aus der Untersuchungshaft entlassen und befindet sich unter Hausarrest. Seine Schule stellte kurz nach Aleksićs Verhaftung am 16. Januar ihre Arbeit bis auf weiteres ein.

Anmerkungen

1) https://www.blic.rs/vesti/hronika/milena-radulovic-miroslav-mika-aleksic-optuzbe-silovanje-seksualno-zlostavljanje/tvfjeql.

2) https://www.dw.com/en/the-balkans-face-their-metoo-moment/a-56469884.

3) https://www.youtube.com/watch?v=ABxvNHsqwes.

4) https://pescanik.net/voajeri-i-sudije/.

5) https://womenngo.org.rs/vesti/1172-saopstenje-za-javnost-metoo-kampanja-je-ucinila-vise-za-zene-nego-svi-zakoni-ovog-sveta.

6) https://www.vreme.com/cms/view.php?id=1583317.

7) „Wohlergehen und Sicherheit von Frauen“: https://www.osce.org/sr/secretariat/419756. Befragt wurden 2 023 Frauen aus Serbien im Alter von 18 bis 74 Jahren, zudem wurden vertiefte Interviews, Experteninterviews und Fokusgruppen durchgeführt.

8) https://www.coe.int/en/web/istanbul-convention/newsroom/-/asset_publisher/anlInZ5mw6yX/content/grevio-publishes-its-first-baseline-report-on-serbia.

9) https://emerging-europe.com/news/is-serbia-having-its-metoo-moment/.

10)https://www.danas.rs/vesti/drustvo/tepic-ssp-palma-doziveo-civilnu-smrt-bice-upamcen-kao-organizator-pedofilije-i-prostitucije/.

11)  https://www.facebook.com/NisamTrazila/.

12) https://neznacine.rs/.

13) https://fdu.bg.ac.rs/sr-lat/vesti/2021/01/saopstenje.

14) https://www.asu.unsa.ba/index.php/ba/vijesti/1017-saoptenje.

15) https://www.adu.unizg.hr/30645/.

16)https://www.womenngo.org.rs/vesti/1752-azc-na-promociji-studije-o-praksama-za-prijavljivanje-seksualnog-uznemiravanja-na-fakultetima-u-srbiji.

 

pdfRGOW 11/2021, S. 11–13.

Foto: Marija Lukić mit Unterstützerinnen nach der Verurteilung von Milutin Jeličić. Auf dem Schild steht: „Gewalt an Frauen verjährt nicht“ (Ne davimo Beograd/Twitter).