G2W 4/2011: Russland - Slowakei

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Rahel Černá-Willi: Europas Zusammenhalt fördern
Der Artikel geht der Frage nach, wie und was Kirchen und kirchliche Initiativen wie G2W zum Zusammenhalt Europas beitragen können. Es handelt sich dabei um die überarbeitete Fassung eines im Jahresbericht 2010 von G2W publizierten Positionspapiers über Auftrag und Ziele des Instituts.

Karin Bachmann: Zur aktuellen Lage der Minderheiten in der Slowakei
Seit Juli 2010 hat die Slowakei eine neue Regierung. Innenpolitisch wird von ihr erwartet, einen seit langem geforderten «institutionalisierten Dialog zwischen Mehrheitsbevölkerung und nationalen Minderheiten» einzuleiten und nachhaltige Wege zur gesellschaftlichen Integration der Roma aufzuzeigen. Außenpolitisch harrt der Dauerzwist mit dem südlichen Nachbarland Ungarn immer noch einer für beide Seiten befriedigenden Lösung. - Mit Interview mit dem slowakischen Vizepremier Rudolf Chmel.

Dokument: Rechenschaftsbericht des russischen Patriarchen
Am 22. Dezember 2010 fand im Großen Konzilssaal der Christus-Erlöser-Kathedrale die Jahresversammlung der Eparchie Moskau statt. In seiner Eigenschaft als leitender Bischof der Eparchie erstattete Patriarch Kirill in einer ausführlichen Rede Bericht über Geleistetes und Versäumtes in seinem Bistum. Einen besonderen Schwerpunkt legte der Patriarch dabei auf praktische Fragen der Seelsorge und des Gemeindelebens: Auszüge aus dem über 30-seitigen Dokument.

Olga Stieger: Das neue Gemeindestatut der Russischen Kirche
Das 2009 verabschiedete Gemeindestatut der Russischen Orthodoxen Kirche regelt die Aufgaben und Pflichten der Gemeinden vor allem hinsichtlich ihrer Wohltätigkeits- und Bildungsarbeit neu. Um finanzielle Missbräuche und Verselbständigungstendenzen einzelner Gemeinden zu verhindern, stärkt das neue Statut vor allem die Rechte des Bischofs. Kritiker bemängeln, dass dadurch die Gemeinde praktisch entmachtet und das Gemeinschaftsprinzip der Kirche verletzt werde.

Priester Georgij Orechanov: Der Konflikt zwischen Tolstoj und der Russischen Kirche
Kaum ein Beitrag über Lev Tolstoj lässt dessen «Exkommunikation» aus der Russischen Orthodoxen Kirche im Jahre 1901 unerwähnt. Wenig bekannt sind allerdings die genaueren Umstände und das Ringen des Heiligen Synods um das Dokument, dessen inhaltliche Schärfe während der Redaktion stark gemildert wurde. Zudem stellt der Autor dar, warum die Russische Orthodoxe Kirche diesen Entscheid auch heute nicht rückgängig machen will.

Regula Zwahlen: Der russische Rechtsnihilismus und Tolstoj
«Rechtsnihilismus» wird oft als ein Grundübel der russischen Gesellschaft bezeichnet. Prominent vertreten wird diese Diagnose vom russischen Präsident Dmitrij Medvedev, der vor und nach seiner Wahl häufig betonte, dass sein Land an Rechtsnihilismus leide. Als berühmtester Vertreter dieser Denkweise gilt Lev Tolstoj, der deswegen immer wieder von russischen «Rechtsverteidigern» kritisiert worden ist.

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