G2W 5/2011: Migration

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Marco Schmid: Kirchliche Herausforderung Migration
Nach dem Zweiten Weltkrieg sind viele Menschen aus Osteuropa in die Schweiz emigriert. Die katholischen Zuwanderer haben dabei auch das Gesicht der katholischen Kirche in der Schweiz verändert. Vielfach wurden für die Immigranten eigene sprachspezifische Seelsorgestellen (Missionen) eingerichtet. Heute steht die katholische Kirche vor der Herausforderung, wie sich ein gedeihliches Miteinander von alteingesessenen Pfarreien und Missionen entwickeln lässt.

Regula Zürcher: Religionsgemeinschaften in der Integrationspolitik der Schweiz
Die Annahme der Anti-Minarett-Initiative durch das Schweizer Volk hat im Jahr 2009 weltweit für Aufsehen gesorgt. Zwar sind laut der Schweizerischen Bundesverfassung die einzelnen Kantone für das Verhältnis von Kirche und Staat zuständig, doch hat diese Initiative neue Fragen für die landesweite Migrations- und Integrationspolitik aufgeworfen. Die Autorin gewährt einen Einblick in die jüngsten Entwicklungen auf Bundesebene.

Frano Prcela OP: Kroatische katholische Missionen in Westeuropa
In zahlreichen Ländern Westeuropas gibt es kroatische katholische Missionen, die im Zuge mehrerer Emigrationswellen aus Kroatien nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind. Seit den 1960er Jahren erfolgte der Aufbau einer organisierten Migrantenseelsorge seitens der kroatischen Bischöfe. Die Pastoral folgt bis heute traditionellen Mustern der ersten Einwanderergeneration, so dass die Missionen in den letzten Jahren zunehmend in eine Krise geraten sind.

Maria Haemmerli: Orthodoxe Kirchen in der Schweiz
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist die Anzahl orthodoxer Gläubiger in der Schweiz signifikant angestiegen. Erstmals widmet sich nun ein Forschungsprojekt der Universität Neuchâtel der Zuwanderung aus osteuropäischen Ländern. Die Autorin berichtet von den Ergebnissen ihrer Studien und erörtert die Gründe für das diskrete Auftreten der orthodoxen Migrationsgemeinden.

Bashkim Iseni: Die schweigende Mehrheit der Muslime in der Schweiz
Mehr als die Hälfte der muslimischen Bevölkerung in der Schweiz stammt aus Südosteuropa. Sie gilt größtenteils als «schweigende Mehrheit», deren religiöse Überzeugungen und Praxis sich kaum oder gar nicht in der Öffentlichkeit bemerkbar machen. Der Beitrag nimmt dabei vor allem die Entwicklung der albanischsprachigen Diaspora in den Blick, für deren nationale Identität der Islam keine bedeutende Rolle spielt.

Wolfgang Schwaigert: Die Armenische Apostolische Kirche
Die Armenische Apostolische Kirche kann auf eine über 1700-jährige Geschichte zurückblicken: Bereits im Jahr 301 wurde das Christentum in Armenien als Staatsreligion eingeführt. Seit dem 13. Jahrhundert kam es aufgrund wechselnder politischer Herrschaften zu einer Aufsplitterung der armenischen Kirchenstrukturen. Heute lebt über die Hälfte der Gläubigen in der Diaspora. In der Ökumene nehmen armenische Bischöfe eine führende Rolle ein.

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