RGOW 9/2013: Weissrussland

pdfInhaltsverzeichnis und Editorial

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Andrej V. Danilov: Jugendarbeit in der Weißrussischen Orthodoxen Kirche 
Auf Initiative von Jugendlichen sind im vergangenen Jahrzehnt zahlreiche orthodoxe Jugendorganisationen in Weißrussland entstanden, die sich vor allem im Bereich der sozialen Freiwilligenarbeit engagieren. Mittlerweile versucht die Kirchenleitung, diese Organisation noch stärker in die kirchlichen Strukturen zu integrieren, koordinative Funktionen zu übernehmen und geistliche Betreuung anzubieten.

Ljudmila Kopach: Die muslimischen Tataren in Weißrussland
Muslimische Tataren sind schon seit dem 14. Jahrhundert auf dem heutigen Gebiet Weißrusslands präsent. Eine Kombination von tatarischen, muslimischen und weißrussischen Traditionen hat zu besonderen Formen der religiösen Praxis geführt. Nach der Wende kam es zu einer Wiederbelebung und Neubildung muslimischer Identität und Institutionen in Weißrussland.

Hanna Kalinina: Priesterlose orthodoxe Gemeinden in der WSSR
Auch in Weißrussland wird damit begonnen, das Alltagsleben der Gläubigen und Gemeinden in der Sowjetunion aufzuarbeiten. Die Autorin sucht in den Archiven nach Fällen priesterloser Gemeinden in den 1930er Jahren. Die Arbeit lässt sowohl die Vielfalt als auch die Schwierigkeiten der religiösen Praxis unter dem repressiven atheistischen Regime erahnen.

Olga Stieger: 1025-Jahr-Feier zur Taufe der Kiewer Rus’
In Kiew fand Ende Juli die 1025-Jahr-Feier zur Taufe der Kiewer Rus’ statt. Trotz versöhnlicher Gesten wurde an den Jubiläumsfeierlichkeiten wieder einmal die Spaltung der ukrainischen Orthodoxie deutlich sichtbar. Festtagsstimmung kam somit kaum auf. Zudem nutzte der russische Präsident Putin die Bühne für politische Zwecke und forderte einen Beitritt der Ukraine zu der von Russland geführten Zollunion.

Stefan Kube: 20 Jahre Erholungsferien für Tschernobyl-Kinder
Während der letzten 20 Jahre hat G2W in Kooperation mit der Diakonie der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen Ferienlager für Kinder aus der Region Tschernobyl unterstützt. Zum Abschluss des Projekts wurde das langjährige Engagement von G2W an einer eigenen Feierstunde gewürdigt.

Cezary Kościelniak: Theologie im neuen säkularen Umfeld Polens
Waren Vertreter der akademischen Theologie in Polen in den 1990er Jahren noch gefragte öffentliche Dialogpartner, so ist dies heute kaum mehr der Fall. Zugleich sinkt bei Studierenden das Interesse am Fach. Als Ausweg aus der Krise schlägt der Autor die Entwicklung einer konfessionell unabhängigen Theologie vor, da diese sich im säkularen akademischen Umfeld gewinnbringender einbringen könnte.

Adamantios Skordos: Athen-Skopje: Ein stets konfliktträchtiges Verhältnis
Seit der Unabhängigkeit der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Makedonien 1991 streiten sich Griechenland und sein nördlicher Nachbar um den Namen „Makedonien“. Die Republik Makedonien konnte internationalen Organisationen auf Druck Griechenlands nur unter der Bezeichnung „Former Yugoslavian Republic of Macedonia“ (FYROM) beitreten. Der Konflikt zwischen Athen und Skopje hat allerdings eine längere Vorgeschichte, die bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs zurückreicht. Heiß diskutiertes Thema war dabei vor allem die Frage der slawophonen Minderheit in Griechenland.

 

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