Grundsätze

Bei der Entwicklungszusammenarbeit lässt sich G2W von drei Prinzipien leiten: Austausch auf Augenhöhe mit den Projektpartnern, langfristiges Engagement und ökumenische Offenheit. Zu unseren Projektpartnern in Osteuropa und im orientalischen Raum zählen kirchliche wie nicht-kirchliche Organisationen. Schwerpunktgebiet der Entwicklungszusammenarbeit von G2W ist Russland.

Um eine effiziente und nachhaltige Entwicklung der einzelnen Projekte zu gewährleisten, befinden wir uns in einem ständigen Austausch mit den Projektverantwortliche vor Ort, zu denen viele Frauen zählen. Ein sehr großer Teil der Arbeit wird von Freiwilligen geleistet, die durch ihr Engagement ein Zeichen christlicher Solidarität mit den Schwachen setzen. Wir begleiten unsere Projektpartner verlässlich über längere Zeiträume hinweg, damit vorbildlichen Strukturen nicht von einem Tag auf den anderen die finanzielle Basis entzogen werden kann.

Wir setzen uns ein für

  • die Entstehung einer solidarischen Zivilgesellschaft
  • das Engagement für die Achtung der Menschenwürde, der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit
  • den Wiederaufbau der diakonischen Dienste der Russischen Orthodoxen und anderer Kirchen
  • die Ausbildung junger Menschen auf christlicher Grundlage
  • die Bereitschaft und Fähigkeit zum eigenverantwortlichen Handeln der Menschen


Russland: Schwerpunkt der Projektpartnerschaften von G2W

Russland bestimmt zwar als gewichtiger Akteur die internationale Politik entscheidend mit und präsentiert sich als global player, doch ist der Entwicklungsbedarf des Landes trotz eines 25-jährigen Transformationsprozesses weiterhin enorm. Die UN hält Russland daher auch weder für ein entwickeltes Land noch für ein Entwicklungsland; die Weltbank kategorisiert Russland unter den Schwellenländern. Neben einer neuen Mittelschicht lebt ein Grossteil der russischen Bevölkerung, besonders in den Regionen abseits der Zentren Moskau und St. Petersburg, immer noch in prekären Verhältnissen. Die prekären Lebensumstände werden durch die Dysfunktionalität der staatlichen Sozialsysteme noch zusätzlich verstärkt. Korruption ist in Russland allgegenwärtig und stellt auch im Sozial- und Gesundheitsbereich ein ernstes Problem dar, da zufriedenstellende Dienstleistungen nur denjenigen zur Verfügung stehen, die finanziell gut situiert sind.

Zivilgesellschaftliche Initiativen haben es in Russland aus verschiedenen Gründen schwer - von staatlicher Seite werden sie eher behindert als gefördert, die Diakonie in der Russischen Kirche befindet sich nach wie vor im Aufbau, ehrenamtliches Engagement ist für die Mehrheit der Bevölkerung kein Thema. Die von G2W unterstützten Initiativen setzen ein Zeichen für eine solidarische Zivilgesellschaft.

Seit dem restriktiven Gesetz über nichtkommerzielle Organisationen in Russland von 2012 brauchen unsere Projektpartner unsere Unterstützung mehr denn je. Lesen Sie dazu die Artikel unserer Projektverantwortlichen Regula Spalinger:

pdfRGOW 4-5/2015: Drei Jahre NGO-Agentengesetz – eine Bestandsaufnahme

pdfRGOW Nr. 10, 2013: Russische NGOs brauchen unsere Solidarität mehr denn je

Russische NGOs präsentieren sich auf der gemeinsamen Web-Plattform hragents.org (Human Rights Agents).

 

g2w facebook logo   g2w twitter logo