RGOW 12/2011: Ikonen - Weissrussland

pdfInhaltsverzeichnis und Editorial

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Im Fokus: Umkämpfte orthodoxe Kathedrale in Nizza
von Olga Stieger

Wolfgang Schwaigert: Die orthodoxen Kirchen Indiens
Das Christentum in Indien hat sich im Laufe der Geschichte in mehrere miteinander konkurrierende Kirchen orthodoxer, katholischer und protestantischer Provenienz aufgespaltet. Zu den orthodoxen Kirchen zählen die Malankarische Orthodoxe Syrische Kirche, die Malankarische Jakobitische Syrische Orthodoxe Kirche und die Malabarische Unabhängige Syrische Kirche. Der Autor gibt einen Einblick in deren bewegte Geschichte und stellt die liturgischen und theologischen Besonderheiten der drei Kirchen vor.

Nina Gamsachurdia: Ikonen in der Schweiz
Neben privaten Sammlungen gibt es in der Schweiz nur ein einziges Ikonenmuseum in Lenzburg. Während anfänglich viele Sammler die Ikonen als ostkirchliche «Fenster zum Himmel» vor allem vor der Zerstörung in der atheistischen Sowjetunion retten wollten, haben diese in jüngster Zeit auch als Kunstobjekte zunehmend an Bedeutung gewonnen. Im heute florierenden Ikonenhandel fehlen jedoch klare Kriterien der Datierung und Schätzung ihres Werts.

Fritz Hermann Köser: Jugendliche in Weißrussland
In Weißrussland verschlechtern sich die Lebensumstände durch die gallopierende Inflation zusehends. Wiederholt kam es in jüngster Zeit zu Demonstrationen. Der Autor hat die Situation im Land in Augenschein genommen und berichtet von widersprüchlichen Eindrücken aus dem Reich des Autokraten Lukaschenko. Vor allem hat er mit Jugendlichen gesprochen und sie zu ihren Wünschen und Hoffnungen befragt.

Alexander Litin: Geschichte der Juden in Mogilev
Mit der Publikation des vierten Bandes der «Geschichte des Judentums in Mogilev. Dokumente und Menschen» hat ein über zehnjähriges Projekt seinen Abschluss gefunden, das u.a. vom Institut G2W finanziert worden ist. In diesem Beitrag berichtet der Projektleiter, wie die Erforschung der jüdischen Geschichte der weißrussischen Stadt lanciert und in Zusammenarbeit von engagierten Laien, Wissenschaftlern und Zeitzeugen durchgeführt wurde.

Jürgen Buch: Litauen entschädigt Juden für enteigneten religiösen Besitz
Das litauische Parlament hat im Juni ein Gesetz verabschiedet, mit dem die jüdischen Gemeinden eine Entschädigung für ehemals religiös genutzte Immobilien erhalten sollen, die sie nach 1940 verloren haben. Nach mehrjähriger Diskussion sollen nun auch die jüdischen Gemeinden wie die anderen Religionsgemeinschaften entschädigt werden. Das Gesetz sieht die Einrichtung einer Stiftung zur Verwaltung und Auszahlung der Gelder vor.

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