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rgow cover 2014 11Die November-Dezember-Ausgabe widmet sich schwerpunktmäßig dem für 2016 geplanten Panorthodoxen Konzil. Georgios Vlantis thematisiert die innerorthodoxen Spannungen und Herausforderungen, mit denen die Orthodoxe Kirche gegenwärtig konfrontiert ist. Barbara Hallensleben lässt die Vorgeschichte des Panorthodoxen Konzils Revue passieren. Rade Kisić beleuchtet die unterschiedlichen Erwartungen an das Konzil. In einem weiteren Artikel analysiert Andrei Desnitsky die widersprüchliche Reaktion der Russischen Orthodoxen Kirche auf die Annexion der Krim.

pdfInhaltsverzeichnis und Editorial

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Mehr zum Panorthodoxen Konzil in RGOW 6-7/2016

 

Im Fokus: Scharfe Kritik von Metropolit Ilarion an der UGKK
von Olga Stieger

Andrei Desnitsky: Die Krim als Grenze der „Russischen Welt“
Auf die Annexion der Krim durch Russland hat die Russische Orthodoxe Kirche widersprüchlich reagiert: Um ihre ukrainischen Gläubigen nicht zu verlieren, stimmte sie nicht in den öffentlichen Jubel mit ein, obwohl sie Putins Konzept der „russischen Welt“ bisher unterstützt hat. Interne Konflikte im Umgang mit Patriotismus, mit der sowjetischen Vergangenheit oder mit „dem Westen“ schwelen unter der Oberfläche.

Georgios Vlantis: Das Heilige und Große Konzil: Herausforderungen und Erwartungen
An das Panorthodoxe Konzil richten sich eine Vielzahl an Erwartungen und Herausforderungen. Zu den wesentlichen Herausforderungen zählen eine Verhältnisbestimmung der Orthodoxie zur Moderne, eine Lösung der innerorthodoxen Spannungen sowie die weitere Ausgestaltung der ökumenischen Beziehungen. Illusionär wäre allerdings die Vorstellung, dass mit dem Panorthodoxen Konzil alle Probleme gelöst wären, vielmehr bedarf es auch der Rezeption durch das Kirchenvolk sowie eine weitere vertiefte panorthodoxe Zusammenarbeit.

Barbara Hallensleben: Auf dem Weg zur Panorthodoxen Synode: Ein Weg in die Zeitgenossenschaft?
Das für 2016 geplante Große und Heilige Konzil der Orthodoxen Kirche blickt auf eine über 100-jährige Vorgeschichte von Aufbrüchen und Rückschritten zurück, die die Autorin Revue passieren lässt. Politische und gesellschaftliche Umbrüche sowie innerorthodoxe Auseinandersetzungen haben den Vorbereitungsprozess immer wieder unterbrochen und hinausgezögert. Vor dem Horizont des „konziliaren Prozesses“ plädiert die Autorin dafür, sinnvollerweise von einer panorthodoxen Synode zu sprechen, statt von einem „Konzil“.

Rade Kisić: Das „schwierige“ Konzil
Groß ist die Skepsis, ob das Panorthodoxe Konzil überhaupt 2016 stattfindet, und ob wegweisende Entscheidungen für die Zukunft zu erwarten sind. Viele Themen wie die Frage der Autokephalie, die kanonische Reihenfolge der orthodoxen Kirche und der „Ehrenprimat“ des Ökumenischen Patriarchen sind nach wie vor umstritten. Dagegen gibt es in der Frage der orthodoxen Diaspora zukunftsweisende Beschlüsse. Die Diasporafrage kann jedoch nur gelöst werden, wenn die nationalen Identitäten hinter einer einheitlichen orthodoxen Kirchenidentität zurücktreten.

Antoine Arjakovsky: Warum das Konzil der Orthodoxen Kirche wichtig ist
Das für 2016 angekündigte Panorthodoxe Konzil wird von einigen Beobachtern als notwendig, von anderen als verfrüht angesehen. Heikle Fragen lähmen den Vorbereitungsprozess. An einer internationalen ökumenischen Konferenz 2012 in Paris wurden bereits pragmatische und konsensfähige Lösungsansätze ausgearbeitet, die zur Entspannung der interorthodoxen und ökumenischen Konflikte beitragen könnten.