Russische Kirche will auch in Afrika stärker präsent sein

Nachdem Metropolit Kirill (Gundjajev) von Smolensk, Chef des Kirchlichen Außenamtes des Moskauer Patriarchats, im Oktober und November 2008 kirchliche und wohl auch politische Interessen in Süd-Amerika vertreten hatte (s. G2W 2/2009, S. 6), widmete er sich während seiner Afrika-Reise vom 22. bis 30. November vermutlich der gleichen Aufgabe: Diese führte ihn nach Angola, Namibia und Süd-Afrika.

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Russlands Präsident Dmitrij Medvedjev zum Tode von Patriarch Alexij II.

«Ein schwerer Schicksalsschlag hat unser Land und unsere Gesellschaft getroffen – Patriarch Alexij II. von Moskau und ganz Russland ist verstorben. Er war nicht nur eine überragende Gestalt des religiösen Lebens, eine wahre spirituelle Persönlichkeit – er war ein großer Bürger Russlands. Ein Mann, in dessen Schicksal sich die bittersten Prüfungen unseres im 20. Jahrhundert an Krisen so reichen Landes widerspiegeln. Ein wahrer Hirte, der sein ganzes Leben ein Vorbild geistlicher Standhaftigkeit und menschlicher Großtaten war.

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Oberhaupt der Ukrainischen Orthodoxen Kirche weiht Denkmal für Opfer der Hungersnot 1932/33 ein

Im Rahmen der staatlichen Trauerfeierlichkeiten aus Anlass des Gedenkens an den Holodomor („Vernichtung durch Hunger") vor 75 Jahren am 22. November hat Metropolit Vladimir (Sabodan), Oberhaupt der Ukrainischen Orthodoxen Kirche/Moskauer Patriarchat (UOK/MP), ein Denkmal für die ukrainischen Opfer der Großen Hungersnot 1932-1933 eingeweiht. Danach zelebrierten alle Bischöfe der UOK/MP unter Leitung von Metropolit Vladimir einen Totengottesdienst „für die Seelenruhe der Entschlafenen, der von der gottlosen Macht durch Hunger zu Tode Gequälten". Unter den Zelebranten war auch Archimandrit Elpidophor (Lambriniadis), Generalsekretär der Hl. Synode des Ökumenischen Patriarchats Konstantinopel. An dem Totengottesdienst nahmen die gesamte politische Führung der Ukraine sowie Regierungsvertreter von ca. 40 Staaten, Repräsentanten mehrerer Religionsgemeinschaften und großer internationaler Organisationen teil.

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Slowakische und ungarische Bischöfe rufen zum Dialog auf

Die katholischen Bischöfe der Slowakei und Ungarns haben sich in getrennten, aber aufeinander abgestimmten Erklärungen zu den im November 2008 wieder einmal offen ausgebrochenen Spannungen zwischen beiden Ländern geäußert. Beide Seiten verurteilten dabei jeglichen Extremismus und riefen zum Dialog der Konfliktparteien auf.

Der Vorsitzende der Slowakischen Bischofskonferenz, Bischof František Tondra von Spiš, erklärte in seinem „Aufruf zur Beruhigung der Beziehungen zwischen der Ungarischen und Slowakischen Republik", er verfolge „mit wachsenden Befürchtungen die zugespitzten Beziehungen" zwischen beiden Ländern. Als Vorsitzender der Slowakischen Bischofskonferenz rufe er „nach Beratung mit einigen Bischöfe alle Menschen guten Willens auf, es möge ein jeder zur wechselseitigen Verständigung zwischen beiden Völkern beitragen." Alle sollten sich von „jeglichen extremistischen Äußerungen distanzieren".

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Zusammenschluss der lutherischen Heimatkirche und der Kirche in der Diaspora in Sicht

Bei Kriegsende, als die sowjetischen Armeen das Baltikum besetzten, flohen ca. 80.000 Esten und etwa die Hälfte der Pfarrerschaft: nach Skandinavien, nach Deutschland und England, viele wanderten nach Amerika und Australien weiter. Sehr bald wurden kirchliche Strukturen aufgebaut. Heute zählt die Estnische Evangelisch-Lutherische Kirche im Ausland, deren Erzbischof erst in Stockholm seinen Sitz hatte und nun in Toronto/Kanada, residiert, ca. 15.000 Gemeindeglieder in 49 Gemeinden, die von 34 Pfarrer/innen seelsorgerlich betreut werden.

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Baptisten in Moldova und in Transnistrien

Laut Valeriu Ghile?i, dem Präsidenten der «Union der christlich-evangelischen Baptistenkirchen Moldovas» sind die Beziehungen der Baptisten zum Staat in Transnistrien (dem schmalen, 202 km langen Landstreifen am Ostrand der Republik Moldau, der sich 1990 von dieser abgespalten hatte) besser als in der Republik Moldau / Moldova selbst:

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Türkei will Muslime in Abchasien unterstützen

Wie die Website der «Nezavisimaja gazeta » mit Hinweis auf die türkische Presse berichtet, hat der Präsident des Amtes für religiöse Angelegenheiten der Türkei, Prof. Dr. Ali Bardako?lu, den Stv. Mufti Abchasiens, Timur Dzyba, Ende November 2008 in Ankara zu Gesprächen empfangen. Bardako?lu, ein Jurist, ist qua Amt die höchste Autorität des Islams in der Türkei; er gilt als gemäßigt. Kurz zuvor hatte er Moskau im Rahmen einer Konferenz über «Entwicklung der islamischen religiösen Bildung in Russland und im Ausland » besucht. Beide Seiten vereinbarten, türkische Geistliche mit Arabisch-Kenntnissen nach Abchasien zu entsenden, «um das religiöse Band zwischen beiden Ländern zu stärken».

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Athos-Mönche in Immobilienskandal verwickelt

Das griechische Athos-Kloster Vatopedi und sein aus Zypern stammender Abt Efraim stehen im Mittelpunkt eines Immobilienskandals, der seit mehreren Wochen die griechische Öffentlichkeit beschäftigt und die Regierung des Ministerpräsidenten Kostas Karamanlis schwer erschüttert. Efraim wird vorgeworfen, seine Verbindungen zur Regierung genutzt zu haben, um den angeblich dem Athos-Kloster gehörenden Vistonida-See (im Nordosten Griechenlands gelegen) gegen andere lukrative Liegenschaften zu tauschen - dabei sei der öffentlichen Hand ein Schaden von mindestens 100 bis 150 Mio. Euro entstanden.

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Russische Kirche: Von Hungersnot 1932/33 waren nicht nur Ukrainer betroffen!

Aus Anlass des Gedenkens an die Hungersnot in der Sowjetunion (nicht nur in der Ukraine!) von 1932/33 vor 75 Jahren - und an ihre vielen Millionen Opfer erklärte Erzpriester Vsevolod Tschaplin, Stv. Vorsitzender des Kirchlichen Außenamtes der Russischen Orthodoxen Kirche, am 18. November 2008: Die Ukrainer müssten einsehen, dass von dieser Tragödie, der Hungersnot von 1932/33, die die Ukrainer „Holodomor" nennen [und zu einem Genozid der Russen an den Ukrainern hochstilisieren - G2W], nicht nur Ukrainer betroffen gewesen seien. Und die Russen müssten einsehen, dass es höchste Zeit sei, „die Bolschewiki, die den Massenhunger inszeniert haben, entschieden zu verurteilen". Opfer der Hungersnöte seien Menschen unterschiedlichster Nationalität gewesen.

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Bischof Diomid definitiv abgesetzt und zum einfachen Mönch herabgestuft

Unter dem Vorsitz von Patriarch Alexij II. hat der Hl. Synod der Russischen Orthodoxen Kirche an seiner Sitzung vom 6. Oktober 2008 die endgültige Absetzung von Bischof Diomid (Dzjuban, *1961) von Anadyr und Tschukotka beschlossen und ihn in den Stand eines einfachen Mönches versetzt. Damit bestätigte er eine Entscheidung des Bischofskonzils der Russischen Kirche vom 24. bis 27. Juni 2008: Dieses hatte Bischof Diomid in absentia seines Amtes als Oberhaupt der Eparchie Tschukotka enthoben, ihm Zelebrierverbot auferlegt und ihm gedroht, er werde suspendiert und zum einfachen Mönch herabgestuft, falls er hinsichtlich seiner „antikanonischen Akte, Verleumdungen seiner Hierarchie und der Verbreitung von Lügen sowie Anstiftung zum Schisma" dem Hl. Synod bis zur Sitzung am 6. Oktober 2008 keine Reue-Erklärung übermittle - was nicht geschah. Zudem war Bischof Diomid wiederholten Aufforderungen, vor dem Bischofskonzil sowie dem Hl. Synod zu erscheinen, nicht nachgekommen.

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